Der Teutoburger Wald ist überall

 

Am 11. September hatte ich mit Lukas ein interessantes Spiel in Armati II. Er ist angetreten mit Ancient Germanic, Armeeliste Regelheft Seite K, Age of Empires, gegen mich mit Trajanischen Römern, auch Age of Empires, Armeeliste Regelheft Seite M. Beide haben wir im Bonus für 100 Punkte Einheiten gekauft. Die Römer haben bei einer Initiative von 7 einen Armee-BP von 5 Einheiten. Die Germanen bei Initiative 4 einen Armee-BP von 7. Das Ergebnis war ein knapper Sieg für die Germanen, so wenig mir das gefallen hat.

 

Das war die Ausgangslage aus der Sicht der Römer. Die Hälfte ihrer Reiterei deckte auf einen Hochplateau die linke Flanke. Als Vorhut vor den Kohorten eine gemischte Abteilung aus Plänklern und leichter Infanterie mit Bogen. Die Kohorten in einer Linie im Zentrum der Aufstellung. Ihnen gegenüber hier, in waldigem Gelände, drei Heerhaufen germanischer Infanterie. Alles Stammeskrieger, nur die Chatten gelten wegen ihrer größeren Disziplin als FT, schwere Infanterie. Vor den Heerhaufen auch eine Abteilung Jungmänner als Plänkler und auf dem Flügel Reiterei.

Hier die komplette Disposition vor der Schlacht im Überblick. Das Gelände ist immer wieder von steilen und sanften Hügeln durchbrochen. Vor den mittleren Kohorten nochmals ein Schleier von Plänklern. Rechts die zweite Hälfte der Reiterei, mit einer Centurie LI als Unterstützung. Der Legat steht hinter den mittleren Kohorten. Die Germanen haben eigentlich genau spiegelverkehrt dazu aufgestellt, nur daß bei Ihnen natürlich deutlich mehr Truppen stehen als auf römischer Seite.

Der römische rechte Flügel geht zur Attacke über. Hier steht auch das Kontingent der verbündeten schweren Sarmatenreiterei.

Die germanischen Reiter ihnen gegenüber waren auch nicht von schlechten Eltern! Die linke Einheit sind Bataver und Cherusker, und somit an Kampfwert den römischen Reitern gleichwertig. Auf dem Hügel hinter den Reitern steht eine LI, weniger erprobte Krieger, die sich noch ein paar Lorbeeren verdienen müssen.

Das Zentrum der wilden germanischen Krieger! Hörner schallen, Schwerter und Speere werden an die Schilde geschlagen. Das Chaos tobt! Die Krieger brüllen, springen herum, schlagen sich und ihre Kameraden mit der Faust, und bringen sich in Kampfrausch! Und dann bricht der wilde Ansturm los!

Die Römer setzen mehr auf Disziplin und Rafinesse. Sie haben eine Einheit leichter berittener Bogenschützen hinter dem Plataeu postiert. Sie sollen zur rechten Zeit hinter den Linien des Feindes auftauchen und Schaden anrichten.

Leider haben wir wieder mal in der Hitze des Gefechtes vergessen, weiter Bilder zu machen. Ich habe das Spiel mit 5:5 BP verloren. Erstaunlicherweise traten die entscheidenden Verluste nicht bei meiner Reiterei auf. Die hat die Germanen fast überall von der Platte gejagt. Es waren die germanischen Stammeskrieger, die meine Kohorten zertrümmert haben. Die Chatti als FT waren zäh genug, den Kohorten hinhaltenden Widerstand entgegen zu setzen. Und bei den Stammeskriegern der Sueben zündete der Impetus. Zwei Kohorten wurden so im ersten Ansturm vernichtet. Der Rest dann in der Flanke gepackt und schwupp, der Käse war gebissen. In Runde 11 bekam ich den Todesstoß, meine 5. Key-Einheit brach, und die Gaudi war vorbei. Lukas hat seine Sache sehr gut gemacht, auch wenn er anfangs mit der großen Truppenmenge nicht gut zurechtkam. Doch mit mehr Übung wird das schon!